Demonstration “Nein heißt Nein! Sexismus hat viele Gesichter!”

Wir treffen uns am 21.11.2015 um 12:15 Uhr vor der großen Anzeigetafel am Münchner Hauptbahnhof, um gemeinsam nach Regensburg zu fahren.

Aufruf von Petra Pan Projekt:

[deu]
Liebe Mitstreiter*innen und alle Verbündeten!
Am Samstag, den 21. November, werden wir um 15 Uhr auf die Straßen Regensburgs gehen, um dem sexistischen Normalzustand auf die Pelle zu rücken. Wir sind die ständigen Übergriffe auf uns so satt!
AUFRUF s.u.

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[eng]
Dear fellow wo*men and allies!
On Saturday, the 21st November at 3 pm, we will take to the streets of Regensburg to fight the normalized sexist state of this society. We have had enough of the constant assaults!
For more information please read our CALLOUT below.

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[fra]
L’APPEL à la manifestation cf. ci-dessous!

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AUFRUF

Nein heißt Nein!
Sexismus hat viele Gesichter

Gewalt gegen Frauen*¹ und Menschen, die gesellschaftlich akzeptierten Geschlechterbildern nicht ent­sprechen, hat viele Gesichter. So erlebt jede dritte Frau* in Deutschland mindestens einmal im Leben körperliche Gewalt, jede siebte sexualisierte Gewalt².
Dabei gilt es zu bedenken, dass nicht jeder Übergriff zur Anzeige gebracht wird. Das liegt u.a. am bestehenden Sexualstrafrecht (insbesondere § 177 StGB), welches keinen ausreichenden Schutz bietet. Strafrechtlich verfolgt wird meistens nur dann, wenn „ausreichend Gegenwehr“ stattgefunden hat und dies bewiesen werden kann.
Diesem Zustand soll eine 2011 verfasste europäische Konvention, die so genannte „Istanbul-Konvention“, entgegenwirken. Sie hat die Zielsetzung, Frauen* vor geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierungen im privaten und öffentlichen Bereich zu schützen. Hierfür sollen Kontrollinstanzen errichtet, Schutzprogramme finanziell und personell gefördert sowie das bestehende Hilfesystem ausge­baut werden. Deutschland hat die Istanbul-Konvention vor vier Jahren unterzeichnet, jedoch im Gegensatz zu anderen Ländern nicht ratifiziert – die Bedingungen sind somit immer noch nicht erfüllt.

Wir fordern:

Sexismus erkennen, thematisieren und verhindern!

Alltagssexismus ist der Sexismus, welcher uns jeden Tag begegnet und teilweise nicht mal mehr auffällt, da er tief in unserer Gesellschaft und unserem Bewusstsein verankert ist. Alltagssexismus können „Kleinigkeiten“ sein wie Blicke und Sprache, manchmal aber auch sexualisierte Übergriffe und Gewalt. Jedoch gerade auch „kleine“, sich wiederholende Vorkommnisse verweisen Frauen* auf einen bestimmten Platz in der patriarchalen Gesellschaft. Aber wir leben nicht nur in einer patriarchalen Welt. Die Verflechtung von Unterdrückungsmechanismen wie z.B. Rassismus, Kapitalismus, Ableism³ und Sexismus erfordert eine vielfältige Herangehensweise und somit auch eine vielfältige Bekämpfung der Verhältnisse.
Zu Alltagssexismus zählt auch die Ächtung von Menschen, welche sich gewissen Rollenbildern oder Geschlechtszuschreibungen⁴ nicht unterwerfen oder deren Körper nicht einer gesetzten Norm entsprechen – sie leben nicht selten gefährdet.
Alltagssexismus und seine Einbettung in ein System von Diskriminierung und Unterdrückung auf mehreren Ebenen ist somit keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren können!

Ausbau und finanzielle Sicherung von Schutzeinrichtungen!

Die finanzielle und personelle Situation von Frauenschutzeinrichtungen, beispielsweise von Frauenhäu­sern, ist sehr prekär⁵. Sie kämpfen um die Genehmigung finanzieller Mittel, sind überbelegt, und in den wenigsten Fällen besteht ein barrierearmer Zugang zu Frauenhäusern. Knapp die Hälfte der deutschen Frauenhäuser ist regelmäßig überfüllt, sodass Frauen* oftmals wochenlang auf einen Platz warten müssen. Geeignete Schutzeinrichtungen für trans* und inter* Menschen sind in Deutschland kaum vorhanden, obwohl jede zweite inter* und trans* Person angegeben hat, mindestens einmal pro Jahr Opfer von Diskriminierungen geworden zu sein.

Die diskriminierende Rechtslage verändern!

Das in Deutschland aktuell bestehende Sexualstrafrecht muss verändert werden, damit es umfang­reichen Schutz für die von sexualisierter Gewalt Betroffenen bieten kann. Ein Nein muss – auch gerichtlich – endlich als solches anerkannt werden!
Das sogenannte “Transsexuellengesetz” dient der Herstellung und Aufrechterhaltung eines heterosexisti­schen⁶ Geschlechterbildes sowie der Schaffung vermeintlicher Krankheitsbilder. Wir fordern nicht nur die Abschaffung dieses Gesetzes, sondern außerdem die aktive Unterstützung von Menschen, die sich nicht eindeutig als Frau* oder Mann* identifizieren, samt ihrer Bedürfnisse!
Das zurzeit geplante „Prostituiertenschutzgesetz” soll angeblich den Schutz von Sexarbeiter_innen ausbauen, bewirkt aber mit seiner Registrierungs- und Untersuchungspflicht genau das Gegenteil. Es fördert die Stigmatisierung und Illegalisierung von Sexarbeiter_innen und gefährdet sie auf verschiedensten Ebenen.
Wir sind uns bewusst, dass eine Aufzählung von Diskriminierungen immer unvollständig ist und Gesetze die Realität von Betroffenen nicht automatisch verändern. Wir fordern deswegen eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung!

Für Selbstbestimmung von Sexualität und Geschlecht!

Auf zur Demo am 21.11.2015!
Wir starten 15 Uhr am Frauennotruf-Mahnmal „24171“ bei den Arcaden!

Von der Demo ausgeschlossen sind Rechte, Neonazis und Personen, die bisher durch rassistische, antisemitische, sexistische, nationalistische und menschenverachtende Äußerungen auffielen, sowie auch deren Sympathisant*innen.

GLOSSAR:
1. Frauen*: Wir haben den Begriff „Frauen” mit Sternchen* markiert. Das Sternchen soll darauf hinweisen, dass die Tatsache, eine Frau zu sein bzw. als solche angesehen zu werden, nicht naturgegeben, sondern gesellschaftlich hergestellt ist. Es gibt mehr als zwei Geschlechter, jedoch ist die Kategorie Frau nach wie vor ausschlaggebend in der Gesellschaft und muss deswegen benannt werden. Auch schließen wir damit Trans*-Frauen und Inter*-Menschen explizit ein.

Trans*: Menschen, die sich in dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht und damit verbundenen -> Geschlechtszuschreibungen nicht wiederfinden. Menschen, die das manchmal über Zeit, manchmal in einzelnen Situationen in Form von Namens- und Personenstandsänderungen, körperlichen Veränderungen, ihrem Auftreten umsetzen. Eine Trans*Frau ist eine Person, welcher bei der Geburt ein männlicher Personenstand zugewiesen wurde, die sich jedoch weiblich und/oder als Frau definiert.

Inter*: Menschen, die die Theorie der zwei Geschlechter (“männlich” oder “weiblich”) sprengen, weil sie rein körperlich (genetisch, hormonell, anatomisch) nicht einem “männlichen” oder “weiblichen” Geschlecht zuzuordnen sind. Der Körper gibt aber, wie immer, keinen Aufschluss über die Selbstidentifikation der Person, sodass inter* Personen sich auch als Frauen oder Männer verstehen können.

2. Sexualisierte Gewalt: Gewalt und Machtausübungen finden auch über sexuelle Handlungen statt. Im Gegensatz zum Begriff „sexuelle Gewalt” weist der Begriff „sexualisierte Gewalt” daraufhin, dass es bei diesen Handlungen nie um Sexualität sowie sexuelle Bedürfnisse und deren Befriedigung geht.

3. Ableism: (von engl. able = fähig) Ist die Beurteilung und Abwertung von Menschen
aufgrund des Fehlens bestimmter Fähigkeiten. Nicht-behindert zu sein wird dabei als die Norm gesehen. Tatsächlich ist Behinderung, wie schon das Wort ausdrückt, kein natürlicher Zustand, sondern entsteht erst durch angenommene Normen und Barrieren in der Umwelt, die Menschen be_hindern.

4. Geschlechtszuschreibung: Der Versuch, Menschen anhand von Geschlecht einzuordnen. Sie beginnt bereits vor der Geburt („Es wird ein…”). Verbunden mit der Zuweisung zu einer Geschlechterkategorie (männlich/weiblich) wird dann auch eine Zuschreibung von Eigenschaften, Handlungen und Tätigkeiten (Frauen können Haushalt, Männer können Handwerkliches) sowie die Vorstellung, dass sich Personengruppen in Liebes-, Lebens- und Sexbeziehungen „natürlicherweise“ aufeinander beziehen. Diese Zuschreibungen werden im Leben eines Menschen ständig, zum Teil gewaltvoll, wiederholt und hergestellt.

5. prekär: schwierig, heikel, v.a. in Bezug auf die finanzielle Situation

6. Heterosexismus: Geht davon aus, dass es von Natur aus zwei und nur zwei Geschlechter gibt und Heterosexualität, d.h. „ausschließlich sexuelles Begehren zum jeweils anderen Geschlecht zu empfinden”, sei normal. Alle anderen Formen von Sexualität und Geschlecht, die von dieser Norm abweichen, Menschen die z.B. eine nicht-heterosexuelle Orientierung haben, werden als „anders” bzw. „nicht normal” eingeordnet und abgewertet.

QUELLEN:
http://fra.europa.eu/de/publication/2014/gewalt-gegen-frauen-eine-eu-weite-erhebung-ergebnisse-auf-einen-blick

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/2014-03-11_sicher_schnell_unbuerokratisch_bedarfsgerecht-zif-position.pdf

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/fallanalyse-zu-schutzluecken-im-sexualstrafrecht.html

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/2015-03_zif-pressemitteilung_zum_8.maerz_2015.pdf

http://feministisch-sprachhandeln.org/

P.S. Um ironisch oder ernst gemeinten Offline-Gerüchten entgegenzutreten:
Es sind alle Geschlechter auf der Demo willkommen!
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[eng]
CALLOUT

No means No!
Sexism has lots of different faces

Violence against women*¹ and people that are not encompassing socially accepted gender roles has many different varieties. Every third women* in Germany has at least once in her life experienced physical violence, every seventh sexual violence².
However, not every assault is reported. This is partly due to the contemporary sexual crime legislation (especially § 177 penal code) which is not providing enough protection. Criminal persecution is only guaranteed if “enough resistance” can be proven.
To counter this, a European convention was composed in 2011, the so-called “Istanbul Convention”. It aims at protecting women* from gender-based violence and discrimination in the public and domestic sphere. Therefore supervisory authorities were created, protection programmes were promoted through financial etc. aids and the current support system was extended. Germany has signed the Istanbul Convention four years ago, however, in contrast to other countries, never ratified it – therefore, the conditions are not fulfilled.

We demand:

Recognise, discuss and prevent sexism!

Everyday sexism is sexism that we encounter daily and which is not even noticed anymore as it is deeply rooted in our society and in our consciousness. Everyday sexism can be found in “trivial” issues such as looks and language, but sometimes also sexualized assaults and violence. However, also those “small” repeated incidents direct women* to a certain place in the patriarchal society; and we do live in a patriarchal world. The merging of dominating mechanisms such as racism, capitalism, ableism³ and sexism is demanding a manifold approach and thus, manifold ways to abate the conditions.
Everyday sexism also includes the ostracism of people that reject certain gender roles or gender ascriptions or whose bodies do not fit the composed norm; they are therefore also at risk.
Everyday sexism and its embeddedment in a system of discrimination and suppression on several levels is not a bagatelle but a serious problem that we cannot accept!

Extension of and financial security for women* shelters!

Women’s protective facilities, e.g. women*’s shelters, face challenges from a financial and personnel point of view. They are fighting to get financial grants, they are overcrowded and in most cases a barrier-free entry is not enabled. About half of the German women*’s shelters are regularly overcrowded, leaving the women* to wait for a space for several weeks. Fitting protective spaces for trans* and inter* persons are rarely found in Germany, although every second inter* and trans* person stated to be a victim of discrimination at least once a year.

Change the discriminating legal situation!

The currently used sexual crime legislation in Germany has to be changed in order to grant more extensive protection for victims of sexualized crime. A “No” has to mean “No”, also in court!
The so-called “transsexual law” serves to compile and preserve a heterosexist⁵ view on genders as well as creating alleged sicknesses. We not only demand the abolishment of this law, but also the active support and the validation of the needs of persons who do not identify themselves as women* or men*.
The currently planned ”prostitution protective law” supposedly increases the protection of sex workers, however, due to register and examination obligations it is actually promoting the contrary. It increases stigmatization and the illegalization of sex workers and it is endangering them on several levels.
We are aware that the listing of discriminations is always fragmentary and that laws do not automatically change the reality of all those concerned. Therefore we demand a pan-societal analysis as a whole!

For self-determination of sexuality and gender!

Join the demonstration on the 21st of November 2015 at 3 pm!
We will start at the “24171”-memorial at the Regensburg Arcaden!

Excluded from the demonstration are people affiliated with right-wing ideologies, neo-nazis and people that have attracted negative attention by racist, anti-semitic, sexist, nationalist and inhumane statements as well as their supporters.

GLOSSARY:
1. Women*: We marked the term “women” with a star* in order to show that being a woman or being seen as a woman is not naturally but socially constructed. There are more than two genders, yet the category “woman” is still dominant within the society and therefore needs to be addressed. We also include trans*women and inter* persons explicitly.

Trans*: People that are not accepting the gender and the constructed gender ascriptions that were assigned to them after birth. Some temporarily or situationally change their name and their civil status, as well as their physical appearance. A trans* women is a person who was assigned a male civil status after birth but who does define herself as female or as a woman.

Inter*: People that are destroying the theory of two genders (“male” or “female”) as they are bodily seen (genetically, hormonally, anatomically) not identifiable as “male” or “female”. A body however is not giving any information about the self-identification of people, thus, inter* persons can be seen as either women or men.

2. Sexualized violence: Violence and the exertion of power also happens through sexual actions. In contrast to the term “sexual violence”, “sexualized violence” indicates that those actions are not about sexuality or sexual needs and their satisfaction.

3 Ableism: Ableism is the evaluation and demotion of people due to the lack of certain abilities. Not being physically or mentally challenged is here seen as the norm. However, the term “disability” already shows that this is not a natural status but constructed through accepted norms and barriers in our surrounding which de-able people.

4. Gender ascription: Trying to classify humans according to their gender. This already happens before birth (“It’s going to be a ….”); in addition to the ascriptions to a gender category (male/ female) also encompasses the ascription of certain characteristics, actions and abilities (“women are good at taking care of the household whereas men have more mechanical skills”) as well as the idea that certain groups of people “naturally” belong together in love, life and sexual relationships. Those ascriptions are continuously repeated in the course of people’s lives, partly violently.

5. Heterosexism: It is the belief that naturally only two genders exist and that heterosexuality, i.e. “the solemn sexual desire towards the other gender”, is the standard norm. All other forms of sexuality and gender that deviate from this norm, for example non-heterosexual orientations, are devalued and considered “different” or “non-normal”.

Works cited:
http://fra.europa.eu/de/publication/2014/gewalt-gegen-frauen-eine-eu-weite-erhebung-ergebnisse-auf-einen-blick

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/2014-03-11_sicher_schnell_unbuerokratisch_bedarfsgerecht-zif-position.pdf

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/fallanalyse-zu-schutzluecken-im-sexualstrafrecht.html

http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/sites/default/files/report_attachment/2015-03_zif-pressemitteilung_zum_8.maerz_2015.pdf

http://feministisch-sprachhandeln.org/

PS: In order to prevent ironically or solemn offline rumours:
All genders are welcome at the demonstration!
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[fra]
APPEL

Non ça veut dire non!
Le sexisme a plusieurs visages

La violence envers les femmes* et les personnes qui ne correspondent pas aux représentations sexuées définies par les normes sociales a plusieurs visages. Ainsi une femme sur trois en Allemagne est confrontée au moins une fois dans sa vie à de la violence corporelle, une femme sur sept à de la violence sexualisée.
Il faut également mentionner que toutes les agressions ne sont pas déclarées. Ceci est entre autres dû au fait que dans l’état actuel la loi en matière d’agression sexuelle (en particulier le paragraphe 177 du code pénal) ne garantit pas suffisamment de protection. Une procédure pénale est la plupart du temps engagée seulement lorsqu’il y a assez de preuves et que le délit peut être prouvé. La convention européenne d’Istanbul de 2011 aussi appelée «Convention d’Istanbul» devrait contrecarrer cette situation. Elle a pour objectif de protéger les femmes* face à une violence sexualisée et face également aux discriminations subies dans le domaine privé et public. A cet effet des instances de contrôle devraient être mises en place, des programmes de protection financièrement et individuellement encouragés et le système d’aide actuel développé. L’Allemagne a signé la Convention d’Istanbul il y a 4 ans mais ne l’a pas ratifiée, contrairement à d’autres pays. Les conditions n’ont donc toujours pas été remplies.

C’est pourquoi nous exigeons:

Le sexisme quotidien doit être reconnu, traité dans les médias et combattu!

Le sexisme quotidien est le sexisme que l’on rencontre chaque jour et qui pourtant passe la plupart du temps inaperçu car profondément ancré dans notre société et notre conscience. Le sexisme quotidien peut s’illustrer par des «petites choses» comme des regards et des remarques mais parfois aussi par de la violence et des attaques sexualisées. Ceci dit même les «petits» incidents répétitifs renvoient les femmes* à une place spécifique dans la société patriarcale. Mais nous ne vivons pas seulement dans un monde patriarcal. La superposition de différents mécanismes d’oppression comme le racisme, le capitalisme, le capacitisme (discrimination envers les «handicapés») et le sexisme exige de notre part des approches et des moyens variés de combattre ces situations. En plus du sexisme quotidien il existe également une forme de proscription des personnes qui ne se soumettent pas à certains stéréotypes ou attentes genrées ou encore qui ont un corps ne correspondant pas à la norme – ces personnes sont souvent mises en danger. Le sexisme quotidien et son encastrement dans un système de discrimination et d’oppression à différents niveaux n’est donc pas une bagatelle mais bien un sérieux fléau que nous ne pouvons accepter!

Le système d’aide doit continuer à être développé et doit être sécurisé financièrement!

La situation personnelle et financière des institutions de protection des femmes* comme les foyers pour femmes* est très précaire. Elles se battent pour l’obtention de moyens financiers, sont sur-peuplées et dans la minorité des cas l’accès aux logements pour femmes* n’est pas gardé. La moitié des foyers allemands pour femmes* est régulièrement surpeuplé laissant des femmes* attendre des semaines pour obtenir une place (dans un lieu de refuge). Les institutions appropriées aux personnes trans*- et inter*-sexuelles sont peu communes en Allemagne bien que une personne trans* ou inter* sur deux ait mentionné avoir été victime de discrimination au moins une fois par an.

La situation pénale discriminante doit être changée!

La loi allemande actuelle portant sur l’agression sexuelle doit être modifiée afin qu’elle puisse offrir une protection suffisante aux victimes de violence sexualisée. Un Non doit être reconnu comme tel – y compris dans le domaine pénal!
La loi portant sur les transsexuels* sert à fabriquer et à maintenir une image genrée et à créer des clichés de maladies présupposées. Nous exigeons non seulement la suppression de la loi portant sur les transsexuels* mais aussi le soutien actif aux personnes qui ne s’identifient pas clairement en tant qu’homme* ou femme* – y compris le soutien pour leurs besoins spécifiques!
Nous mentionnons que nous sommes conscients que les lois ne transforment pas automatiquement la réalité des personnes concernées et nous exigeons une réflexion de l’ensemble de la société!

Pour l’autodétermination de la sexualité et du sexe!

Viens à la manifestation le 21 Novembre à 15:00! Nous rencontrerons au mémorial “24171” chez les Arcaden du Regensburg! Bienvenue à tous les sexes!

Les néonazis et les personnes qui par le passé se sont faits remarqués par des propos racistes, antisémites, sexistes, nationalistes, discriminants et prônant ou minimisant le national-socialisme ainsi que leurs sympathisants sont exclus de la manifestation.

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