“Gender-Kongress”

Nürnberg: Maskulistischer, antifeministischer „Gender-Kongress“. Zum zweiten Mal nach November 2015 will die maskulistische, antifeministische Szene einen sog. „Deutschen Gender-Kongress“ in Nürnberg durchführen (9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Messezentrum NCC Ost, Karl-Schönleben-Straße 1).

Mit einer wissenschaftlichen Debatte  zu Gendertheorien oder politischer Diskussion antipatriarchaler Gleichstellungspolitiken hat die Veranstaltung – wie bereits 2015 – augenscheinlich überhaupt nichts zu tun. In der aktuellen Ankündigung heißt es: „Wenn Frauen und Mädchen Opfer sind, ist Leidenschaft und politisches Engagement in unserer Gesellschaft reichlich vorhanden. Ihren Bedürfnissen wird in den Medien und der Politik hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Geht es jedoch um die Bedürfnisse und dem Leiden von Jungen, Männern und Vätern, stößt man auf eine Blockade. Diese Themen werden ausgeblendet – es sei denn, es geht darum, ihnen etwas vorzuwerfen oder sie herabzusetzen.“ (Fehler im Original). Die Veranstalter verhöhnen die Kampagne des Bundesfamilienministeriums gegen häusliche Gewalt („Was passiert, wenn ich ihn anzeige?“) und schreiben: “Was soll schon passieren? Du kriegst die Kinder, die Wohnung und ihn bringst du für 5 Jahre unschuldig in den Knast“.

Die sog. „maskulistische“ Szene bekennt sich in Zusammenhang mit dem Treffen in Nürnberg aber auch zu homophoben Aktivitäten. So heißt es: „Der Kongress basiert inhaltlich auf der Arbeit folgender Verbände, Vereine und Initiativen bzw. deren Mitglieder“ und dann folgt nicht nur das Who is Who der Maskulisten von „Manndat“, „Gender Wahn stoppen!“ bis „WikiMannia“ mit ihren Symbolen und Bannern, sondern auch das Logo der homophoben „Demo für Alle“. Als Veranstalter wird die „Trade 5 GmbH Event & Kongress“ (München) benannt, „in Zusammenarbeit mit Väter-Netzwerk e. V.“ (Stein bei Nürnberg). Im Impressum der Webseite zum Kongress firmieren „Trade 5“-Geschäftsführer Rainer Winter sowie Frank Mehding als „inhaltlich Verantwortliche gemäß §6 MDStV“. Im Anschluss an den sog. „Gender-Kongress“ (17.30 Uhr bis ca. 22.00 Uhr) soll am selben Ort ein „Bundesverband ‘Jungen, Männer & Väter e.V., Berlin’“ gegründet und der „Männerrechts“-Film „The Red Pill“ gezeigt werden.

Quelle: Aida-Archiv

Kein Schlussstrich – Tag X

Aufruf zu einer Demonstration und Kundgebung zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München

Wir wollen wissen, wer für die Mordserie, die Anschläge und den Terror verantwortlich ist. Die Beschränkung der Bundesanwaltschaft auf das Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und ihr nächstes Umfeld ignoriert den Netzwerkcharakter des „Nationalsozialistischen Untergrunds“. Der NSU war keine isolierte Zelle aus drei Personen, der NSU war auch mehr als die fünf Angeklagten vor dem Oberlandesgericht. Nicht zuletzt die Arbeit der Nebenklage hat diese Grundannahme längst widerlegt. Ohne militante Nazi-Strukturen wie Blood and Honour, lokale Kameradschaften oder etwa den Thüringer Heimatschutz um V-Mann Tino Brandt und Ralf Wohlleben, wäre der NSU wohl schwer möglich gewesen. Die Aufklärung im Rahmen des Prozesses wurde jedoch konsequent unterbunden, auch durch die eng geführte Anklageschrift der Bundesanwaltschaft und die Weigerung, der Nebenklage komplette Akteneinsicht zu gewähren.

Es geht uns um die Entschädigung der Betroffenen, Überlebenden und Hinterbliebenen sowie die Würdigung ihrer Perspektive in der Debatte. Es war gerade auch das Umfeld der Mordopfer, das früh darauf bestand, eine rassistische Motivation für die Taten in die Ermittlungen einzubeziehen. Etwa auf den Schweigemärschen in Kassel und Dortmund, die unter dem Motto „Kein 10. Opfer!“ die Aufklärung der Mordserie forderten. Stattdessen richteten sich die Untersuchungen vornehmlich gegen das Umfeld der Opfer und Betroffenen. Immer wieder gerieten auch Hinterbliebene der Ermordeten ins Visier der Behörden. Aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft konnten sie keine große Anteilnahme erwarten: als Menschen mit Migrationsgeschichte durften sie nicht einfach Opfer sein – etwas potentiell Kriminelles, irgendwie Gefährliches musste doch an ihnen haften. Dies zog sich wie ein roter Faden durch die Ermittlungen, sowohl bei den „Česká-Morden“ als auch bei den Anschlägen des NSU, etwa auf die Kölner Keupstraße, und das obwohl zum damaligen Zeitpunkt keinerlei Verbindung zwischen den Taten zu bestehen schien. Doch es gab diese Verbindung: die Ermordeten, die Verletzten, die Attackierten waren durch ihre Migrationsbiografie ins Visier des rassistischen Terrors geraten. Und es waren rassistische Ressentiments bei Polizei und Sicherheitsbehörden, welche die Ermittlungen in die Irre führten, es waren rassistische Klischees, die Presseberichterstattung und Öffentlichkeit dazu brachten, die fantastischen Erzählungen von mafiösen und kriminellen Verstrickungen der Betroffenen zu verbreiten.

Wir müssen über Rassismus reden. Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem. Und das gilt wortwörtlich: Diese Gesellschaft hat ein Rassismusproblem, und zwar ein gewaltiges. Rassismus wird dabei fälschlicherweise oft nur bei klassischen Neonazis verortet. Ebenso findet sich Rassismus auch jenseits der sogenannten neuen Rechten, die sich hinter den Bannern von AfD, Pegida und Konsorten versammeln. Rassismus findet sich in Ämter- und Behördenpraxis, Polizeiarbeit, der Art wie gesellschaftliche Ressourcen und Teilhabe verteilt werden. Rassismus findet sich in marktschreierischen Wahlkampfauftritten wie auch in subtil und vornehm formulierten Leitartikeln. Rassismus zieht sich durch die ganze Gesellschaft: Weil die Gesellschaft, wie sie derzeit eingerichtet ist, Hierarchie, Ausbeutung und Ausgrenzung zwingend hervorbringt und legitimieren muss. Weil eine von Herrschaft durchzogene Gesellschaft, in der Ressourcen und Positionen ungleich verteilt und umkämpft sind, nicht allein durch den Bezug auf eine angebliche gemeinsame „Kultur“ zusammengehalten werden kann, sondern die Abwertung anderer „Kulturen“ benötigt. Weil die „eigene“ Identität stabilisiert wird, indem negative Elemente auf die Projektion der „Anderen“ abgewälzt werden.

Wir fordern die Abschaffung des Verfassungsschutzes. Der Verfassungsschutz wusste nicht zu wenig, sondern zu viel. Das wurde bereits in den ersten Wochen nach der Selbstenttarnung des NSU deutlich. Doch während Image und Legitimität des Inlandsgeheimdienstes zumindest zwischenzeitlich Schaden nahmen und und viele Stimmen bis weit ins bürgerliche Lager seine Abschaffung forderten, ging er letztlich doch unbeschadet aus der Affäre und steht mittlerweile wahrscheinlich sogar besser da als zuvor. Er konnte nicht nur seine gesellschaftliche Reputation wiederherstellen, sondern sogar seine Befugnisse ausweiten. Für uns ist die Sache jedoch nicht erledigt: Für uns bleiben Fragen: Fragen bezüglich der wiederholten, planmäßigen Vernichtung relevanter Akten; Fragen zur Rolle des Verfassungsschützers Andreas Temme, der sich im Internetcafé Halit Yozgats aufhielt, als dieser ermordet wurde, und angeblich nichts bemerkt haben will; Fragen zu V-Mann Piatto, der schon 1998 wichtige Hinweise über die untergetauchten Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe weitergab; Fragen zu Ralf Marschner, der als V-Mann Primus im Kontakt mit den Untergetauchten gestanden haben soll. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Im Kampf gegen rechte Strukturen schließen wir uns nicht den wiederkehrenden Rufen an, der Verfassungsschutz solle künftig bitte auch diese oder jene rechte Gruppe beobachten. Nazis sind auch ohne Gelder, Aufbauarbeit und logistische Unterstützung des Geheimdienstes gefährlich genug. Mindestens diese Lehre sollte aus dem NSU gezogen werden.

Wir wehren uns gegen rassistische Stimmungsmache und Gewalt. Der NSU war nicht die erste Neonazi-Terrororganisation und es sieht auch nicht so aus, als sei er die letzte gewesen. In den letzten Monaten laufen und liefen mehrere Prozesse gegen Zusammenschlüsse wie die „Oldschool Society“ oder die „Gruppe Freital“. Daneben häufen sich die Meldungen von immer neuen Waffenfunden bei rechten Strukturen, immer neue gewaltbereite rechte Organisierungsansätze sprießen regelrecht aus dem Boden. Die Zahl der Brandanschläge und rassistischen Übergriffe ist in den letzten Jahren gravierend angestiegen. Und während sich der nette Herr von nebenan im Internet mit „Migrantenschreck“ genannten Schusswaffen eindeckt, legen die Entscheidungsträger_innen mit dem Abbau des Asylrechts und neuen Integrationsgesetzen vor, setzen Ausländerbehörde und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf Abschreckung, werden Sammelabschiebungen auf den Weg geschickt und Abschiebelager hochgezogen.

Nach vier Jahren lässt sich ein frustrierendes Fazit ziehen. Noch immer wird rechte Gewalt verharmlost, noch immer darf sich der Verfassungsschutz als Beschützer inszenieren, noch immer hat diese Gesellschaft Rassismus nicht überwunden, noch immer ist es nötig auf den institutionellen Rassismus in Deutschland hinzuweisen, wie das erst jüngst die UN und Nichtregierungsorganisationen getan haben und wie es Selbstorganisierungen von Betroffenen nicht erst seit gestern tun. Es wurden von Seiten der Mehrheitsgesellschaft keine erkennbaren Lehren aus dem NSU gezogen. Höchste Zeit also, dass sich das ändert. Initiativen wie „Keupstraße ist überall“ oder das „NSU-Tribunal“ und die zahlreichen Vereinigungen die lokal im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des NSU zusammen kamen, haben vorgemacht wie es geht.

Am Tag der Urteilsverkündung wollen wir mit euch auf die Straße gehen. Denn für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte:

Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen!

Verfassungsschutz auflösen – V- Leute abschaffen!

Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Flüchtlinge und MigrantInnen entgegentreten!

Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen!

Website

Frauen*kampftag 2017

Wir teilen den Aufruf vom Petra Pan Projekt für eine Kundgebung in Regensburg, zum Frauen*kampftag 2017.

We don´t want a piece of the pie. We want to change the whole damn recipe!

Wichtige Kundgebung!
Raus zum internationalen Frauen*KAMPFtag!

“Dieser Internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.”
Clara Zetkin, 1911

Als vor über 100 Jahren tausende Frauen in den USA auf die Straßen gingen, um für ein würdiges und gleichberechtigtes Leben zu kämpfen, wurden sie angespuckt, mit Knüppeln geschlagen und eingesperrt. Es kostete zahlreichen Aktivist*innen die Freiheit oder gar das Leben, es dauerte lang und dauert noch an. Vieles, was für uns im „Hier und Jetzt“ selbstverständlich erscheint, war noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar: das Recht auf Bildung, Beteiligung und Selbstbestimmung für Frauen etwa.

Doch warum immer wieder einhalten, zurückschauen und erinnern? Warum nicht das Errungene hinnehmen und weitermachen?

Ganz einfach: Weil das vermeintlich Errungene noch längst nicht für alle und überall gilt. „Nobody´s free until everybody is free“ wie die Bürgerrechtskämpferin Fannie Lou Hammer es einmal zusammenfasste. Und weil das Errungene nicht weit genug geht.

Feminismus reloaded?
Aber wofür heute noch kämpfen?
Oder wogegen?

Gerne wird an dieser Stelle, an diesem Tag oder in vergleichbaren Zusammenhängen der jeweils aktuelle Gender-Gap-Report zitiert. Die „Kluft zwischen den Geschlechtern“ hat sich weder in Sachen politischer Beteiligung noch im Bereich der Arbeitsbedingungen annähernd geschlossen. Auf gleiche Bezahlung und Co. dürfen Frauen* gemäß des jüngsten Berichts wohl noch weitere 170 Jahre warten. EqualPay und vermeintliche Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt – in einer neoliberalen, patriarchalen Gesellschaftsordnung bedeutet dies für Frauen* meist ohnehin nichts anderes als das mühsame Balancieren mit Belastungen im täglichen Spagat zwischen Berufstätigkeit und Care-Arbeit. Feministische Kämpfe betrafen und betreffen eben nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen, verlangen nicht nur nach einem Stück vom Kuchen. So wichtig erkämpfte rechtliche oder institutionelle Errungenschaften auch sind und so sehr diese auch für alle jene erstritten werden müssen, die aktuell keinen Zugang dazu haben, so sehr müssen feministische Kämpfe sich auch auf den ganzen Kuchen konzentrieren. Es geht darum, dass verdammte Rezept einer kapitalistischen, patriarchalen Gesellschaftsordnung zu ändern.
Das betrifft auch das Verhalten der Akteur*innen, die in dieser Struktur sozialisiert wurden und sich in ihr bewegen. Das betrifft beispielsweise das Aufbegehren gegen sexualisierte Gewalt ebenso wie die Bekämpfung der Abwertung all jener Lebens- und Begehrensformen, die nicht ins hetero-normative Männlein-Weiblein-Kind-Schema passen. Das bedeutet aber auch eine Auseinandersetzung mit den strukturellen Begründungszusammenhängen.
Der erkämpfte Status Quo, der längst nicht weit genug geht und nicht für alle gilt, beginnt in Zeiten von Rechtsruck und Rollback zu bröckeln. Immer wieder versuchen rechtskonservative Parteien und fundamentalistisch-religiöse Strömungen Frauen* in vermeintlich „traditionelle“ Rollen zurückzudrängen. Frauenrechte werden von all jenen, die sich ansonsten einen feuchten Kehricht um Emanzipation und gesellschaftlichen Fortschritt scheren, allenfalls dann gerne aus der Versenkung geholt, wenn sie instrumentalisiert werden können, beispielsweise um rassistische Ressentiments zu schüren. Feministische Kämpfe richten sich nicht immer nur gen Zukunft. Manchmal ist eine Verteidigung gegen einen Rückfall in Zustände, die vermeintlich überwunden waren, bitter nötig.

Und deswegen lassen wir uns das Recht darauf nicht nehmen, gegen den sexistischen Normalzustand anzutreten, Tag für Tag.
All jenen, die feministische Kämpfe gerne als überflüssig, lächerlich oder gefährlich brandmarken, halten wir gernenoch einmal Clara Zetkin entgegen, die schon vor über 100 Jahren mahnte:„Lassen wir uns nicht schrecken durch die Ungunst äußerer Umstände, haben wir für alle Schwierigkeiten nur eine Antwort: Erst recht.”

In diesem Sinne: Es ist noch nicht Zeit aufzugeben, sich zurückzulehnen oder umzukehren!
Raus auf die Straße zum 8. März!
Raus zum internationalen Frauenkampftag!

BROKE BUT IN LOVE!

we are ugly but we have the music

Am 25. Februar wird es mal wieder Zeit, eure local Krawallmacher*innen zu supporten. Da gibt’s im Kafe Marat Soli-Bespaßung für die gute Sache. Man munkelt, es wird auch schönstes “Merch” zu erwerben geben.

Für Unterhaltung sorgen GrGr, Sprudelpanda und Rmtrnnr, Visuals kommen von Structure.

In Raum 2 wartet die Retro Konsolen Lounge, musikalisch untermalt von I’m not easily amused (goth for the bored and lonely).

Ab 21 Uhr referiert Igor Net zu regressivem Antikapitalismus:

Die Kritik am Kapitalismus gilt zu Recht als Kernstück linken Denkens. Doch auch die extreme Rechte gibt sich in ihren Parolen immer wieder antikapitalistisch. In der Veranstaltung werden wir uns der Frage annähern, warum sich rechte und linke Vorstellungen von Antikapitalismus in verschiedenen Punkten überschneiden können. Dazu werden Fragen der Abstraktionen des kapitalistischen Marktes, des Arbeitsbegriffs und der Personifikation der ‚Nicht-Arbeit’ berührt.

 

Solidarity without limits!

Wir teilen den Aufruf zu Aktionen gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober in Dresden, außerdem den Aufruf zum FLTI-Block. Auf Deutsch findet ihr beides hier.

Tickets für den Bus aus München gibt es ab dem 16.9. im Kafe Marat.

Solidarity without limits – Nationalism is no alternative!

On October 3, once again Germany wants to celebrate itself. This year, the main festivities of the anniversary of German unification take place in Dresden, under the slogan „Building bridges“. Brides are a good thing. You could build many bridges, for example over the Mediterranean to save the lives of tens of thousands of refugees and migrants. Especially on October 3, the third anniversary of the Lampedusa shipwreck, it would be the right time to think about how to make sure all people can cross the Mediterranean savely. This could be the beginning of the end of Fortress Europe. But this is not what the day in Dresden will be about. They just want to make people more excited about the alleged unity of culture, tradition, state and its population. But the reality couldn’t be more different: German society is increasingly polarized, authoritarian and excluding tendencies are more and more popular. The gap between rich and poor widens. For us, these developements are good reasons for a critical intervention against this German national day on October 3. The host Saxony is officially inviting us to “dance” – and we won’t miss this opportunity.

Dresden – the capital of revisionism
Dresden is known for PEGIDA and attacks on refugee’s housing. The angry right-wing mob that frequently shows up on the streets is a symbol for the right-wing shift in Germany. And that is not all: The city has been a symbol and starting point for new German nationalism. Just look at the revisionist commemoration of the bombings of the town on February 13. With this, the average German could finally feel like another victim of the second World War again. Nowadays we can see how the Saxonian government rolls out the red carpet for the right-wing mob, wanting to have a dialog with them, so government and citizens can agree even more on their racist stereotypes. With its new found confidence, the national government acts as Europe’s commander in the crisis and the population can finally show how proud they are of their nation.

The crisis and the shift to the right
The rise of right-wing populism in Saxony and Germany is only one aspect of the nationalist developments all over Europe that started with the onset of the economic crisis in 2007 and have been ongoing ever since. Germany has been setting the pace for cutting social services, pushing for privatization and undermining the rights of workers. The German Hartz-IV system serves as the prototype for the austerity policy in Greece. It has many similarities with the fast-track procedures that converted the former state-regulated economies of the GDR and other Eastern European countries into capitalist markets. Back then, these measures of integration benefitted the neoliberal German economy. Now, Germany knows that its success as a business location depends on Europe as a whole.
On the path to a Europe under German hegemony, even parliamentary democracy has been an obstacle. So in Southern European countries the so-called Troika just ran it over. Possible alternatives had no chance at all. With this background, nationalist parties and movements are on the rise everywhere. People trust them to do a better job at building Fortress Europe, excluding and marginalizing others than the parties that are in power right now. Sexist and racist prejudice are outdoing each other, the social climate is getting rougher and nationalists of different political views are following the same populist agenda.

Crisis is coming home
So far, Germany has been one of the winners of the economic crisis and other regions, workers and the oppressed classes had to pay the price for it. Now it is more obvious than ever, that capitalism and its state-institutions cause misery and are very contradicting. Parliamentary democracies, especially the neoliberal and technocratic EU, are struggeling to legitimize themselves. In Germany, first and foremost the right-wing parties benefit from it. In the midst of this crisis of democracy, growing poverty even in capitalist centers, aggressive border policies and nationalist agitation, all the neoliberal nationalists want to gather „to dance“ in Dresden and celebrate the alleged lack of alternatives. Right next to them, angry racist nationalists are out on the streets.
This calls for radical intervention! Nationalism is no alternative! Saxony is inviting us to dance: so let’s dance up a storm! Let’s crash their party! Solidarity without limits or borders! Shake it and break it!

Dates

October 2:

  • Demonstration against the celebration of German Unity in Dresden

October 3:

  • Rally in solidarity with all refugees
  • Decentralized actions against the celebrations of German unity in Dresden

September & October:

  • Different events, organized by the alliance „Solidarity without limits“

 

Aufruf zum FLTI-Block:

The necessity for emancipation makes us act, that’s why we have to be out on the streets of Dresden on the 2nd October!

On the eve of the 3rd October we want to show together, that nationalism and the celebration of a national-state are no alternatives to us. We, people who define ourselves as women, lesbians, trans- or intersexuals, other or no gender – FLTI* form together the first block of the demonstration called “Solidarity without limits – Against the Reunion-celebration in Dresden”. We are tired of being angry in the silent darkness of marginalization.

The FLTI* – block creates an empowering and solidly uniting space in which we are loud and strong, without being subjected by existing norms and male dominance. For us the 3rd of October stands in tradition of patriarchal self-congratulation, (hetero-)sexism and social exclusion. We emancipate us and show that better ideas of life and society are possible!
The demonstration will take place on sunday the 2nd of October at 4pm at the Nürnberger Platz, next to the university in Dresden.

We stand against patriarchal continuity!

We don’t celebrate a national-state, which takes our right to decide over our own bodies!

For the emancipated society!

Slutwalk 2016

Wir teilen den Aufruf 2016 des Slutwalk München:

Liebe Freunde des Slutwalk München, hier ist der Text der im Jahre 2016 vermitteln soll, was uns dieses mal besonders am Herzen liegt. Und hier geht’s los:

Slutwalk 2016 – gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus

„Frauen sollten sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht vergewaltigt werden wollen”

Mit diesem Satz löste ein Polizist 2011 weltweite Proteste aus. Bei den sogenannten Slutwalks gehen seither jedes Jahr tausende Menschen auf die Straße, um dagegen zu protestieren, dass immer noch viel zu häufig den Opfern von sexualisierter Gewalt eine Mitschuld zugesprochen wird. “Hättest du mal nicht so viel getrunken, dann wäre dir das nicht passiert”, “so wie du angezogen bist, musst du dich ja nicht wundern”. Falsche Behauptungen über sexualisierte Gewalt wie diese, sogenannte Vergewaltigungsmythen, gibt es viele. Gemein ist ihnen, dass sie sexualisierte Gewalt nicht als gesellschaftliches Problem anerkennen, sondern die Verantwortung auf die Betroffenen abwälzen.

Seit Silvester kursiert in Deutschland ein neuer Vergewaltigungsmythos: “Der muslimische Mann” soll nun schuld daran sein, dass es in Deutschland so häufig zu sexuellen Übergriffen kommt. “Wärst du halt nicht mit dem mitgegangen” heißt es nun. Geflüchtete werden unter Generalverdacht gestellt sexuell gewalttätig zu sein. Verbrechen werden jedoch von individuellen Menschen, nicht von Gruppen oder Religionen begangen. Sexismus und sexualisierte Übergriffe gehören zum Alltag jeder Frau, sie finden in allen Teilen der Gesellschaft statt und werden von Tätern aus allen Schichten und jeglicher Herkunft verübt.

Wir wehren uns dagegen, dass Sexismus und sexualisierte Gewalt für rassistische Stimmungsmache instrumentalisiert und verharmlost werden!

Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt darf nicht nur dann Aufmerksamkeit finden, wenn die Täter die vermeintlich „Anderen“ und die Opfer vermeintlich weiße Frauen sind.Wir fordern eine effektive Strafverfolgung von allen Sexualstraftätern, die Schutzlücken im Sexualstrafrecht müssen endlich geschlossen werden. Wir fordern außerdem, dass geflüchtete Frauen, die häufig sexualisierte Gewalt im Herkunftsland, auf der Flucht aber auch hier in Deutschland erleben, in den Unterkünften ausreichend geschützt werden.

Dafür wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen. Demonstriert mit uns am

16. Juli um 13 Uhr am Karlsplatz/Stachus

für sexuelle Selbstbestimmung und den Schutz vor Gewalt für Alle!

Das Opfer ist niemals selbst schuld!

Es spielt keine Rolle, was ihr anzieht und welches Geschlecht ihr habt, ihr seid immer willkommen.

Wir setzen uns für Vielfalt und Gleichberechtigung ein, Nazis und Rassisten haben auf unserer Demo nichts verloren. Die Veranstaltung ist nicht parteigebunden organisiert. Daher sind Fahnen oder Werbematerialien von Parteien bitte zuhause zu lassen.

Vielen Dank dafür!

Protest gegen die “Demo für alle” am 26. Juni 2016 in München

Die reaktionäre „Demo für alle“ hat sich mal wieder für München angemeldet. Am 26. Juni um 14 Uhr am Wittelsbacher Platz ist der Beginn der Demo geplant. Die Route soll dann über den Salvatorplatz, die Kardinal-Faulhaber-Str., die Prannerstr., den Maximiliansplatz, den Platz der Opfer des Nationalsozialismus und die Briennerstr. gehen, von der aus sie zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
Veranstalter ist der Verein „Ehe-Familie-Leben“, dessen Leiterin bereits früher mit der „Initiative Familienschutz“ einige Demonstrationen in Stuttgart organisiert hatte.

Schon zwei Mal hatte sich die „Demo für alle“ in München ankündigt: Einmal im Frühling 2014 und einmal im März 2015. 2014 fand die Demonstration nicht statt, weil die „Demo für alle“-Veranstalter_innen Angst vor dem starken Gegenprotest hatten, der zu diesem Zeitpunkt bereits geplant war.

Wir möchten euch dazu aufrufen, am 26. Juni mit uns die „Demo für alle“ durch entschlossenen Protest zu stören. Diese Veranstaltung und ihre Teilnehmer_innen sind eine Ansammlung antifeministischer, reaktionärer und zu einem bedeutenden Teil rechter Akteur_innen, die für die Diskriminierung von nicht-heterosexuellen Menschen, sowie Trans-, Inter- und queeren Personen einstehen. Sie möchten heteronormative Normen und Strukturen erhalten und sehen jede Abweichung von diesen als Angriff gegen die vermeintlich „richtige“ und „natürliche“ Ordnung.
Außerdem lassen sich personell und inhaltlich deutliche Parallelen zu reaktionären Lebensschützer_innen zeigen, die gegen das Recht auf Abtreibung und die Selbstbestimmung von schwangeren Personen sind und eine massiv misogyne Ideologie vertreten.

In ihrem Weltbild haben Frauen ihre „natürliche Rolle als Mutter“ und dieser sollen sie sich anpassen. Diese Argumentation wird vervollständigt durch völkische Elemente, nach denen Schwangere Gebärmaschinen darstellen, die für den Erhalt des Volkes verantwortlich sind, sowie für die Vermittlung „deutscher, europäischer Werte“.
Wo es um „natürliche Geschlechterordnung“, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit geht, um den Erhalt von Volk und Nation, ist bekanntlich auch die AfD nicht weit. So wurde der Trägerverein „Zivile Koalition e.V.“ der „Initiative Familienschutz“ von Beatrix von Storch gegründet, die auch in ihrer Position als AfD-Politikerin durch antifeministische Inhalte besonders auffällt.

Es dürfte an diesem Tag also mit einem braunen Gemisch aus den reaktionären und rechten Antifeminist_innen der Fraktionen „Demo für alle“ und „Lebensschutz“ zu rechnen sein und außerdem AfD-Anhänger_innen, die keine Möglichkeit auslassen gegen die „genderhomolinksrotgrüngutmenschentumversiffte“ Weltverschwörung auf die Straße zu gehen. Wie auch bei 1000-Kreuze-Märschen in München und anderen AfD- und „Lebensschutz“-Aktionen werden sich vermutlich auch (organisierte) Neonazis in und außerhalb der „Demo für alle“ befinden.

Da wir uns als Teil der Gender-Weltverschwörung verstehen, die in dubiosen Hinterzimmern auf den Sturz der heteronormativen Ordnung und die befreite Gesellschaft hinarbeitet, werden wir diesen Aufmarsch natürlich nicht einfach so hinnehmen können.
Wir fordern euch dazu auf, am 26. Juni mit uns gemeinsam auf die Straße zu gehen und der „Demo für alle“ zeigen, wieso sie ihre Pläne für München in den letzten beiden Jahren zurecht nicht umgesetzt haben.
Kommt zahlreich um 14.00 Uhr zum Wittelsbacher Platz und lasst es nicht an kreativen Kundgebungsmitteln mangeln!

Alerta Antifascista!

QUEERTHING – Hexe*, Hure*, Mutter*, Hysterikerin*: Machtvolle Frauen*bilder und antikapitalistische Visionen

Siehe auch Facebook-Veranstaltung:

Short-Facts:

Queerthing – Kunst.Kultur.Musik
Vortrag- Lesung- Diskussion / Konzert
Datum: 14.06.2016, ab 19 Uhr
Ort: Glockenbachwerkstatt, Blumenstr. 7
Veranstalter: QUEERTHING

Hexe*, Hure*, Mutter*, Hysterikerin*: Machtvolle Frauen*bilder und antikapitalistische Visionen
The Irksome Institute liest aus “Hysterical Experiments” (2015) und “Who cares?” (2016). The Irksome Institute erforscht kapitalistische und patriachale Rationalitäten und erkundet eine antikapitalistische feministische Zukunft. Unser Ansatz ist ein experimenteller: theoretische Nachforschungen und politische Analysen haben immer etwas mit unseren persönlichen Leben und Beziehungen zu tun. Wir bringen sie durcheinander. Wir erweitern unsere Handlungsspielräume.
https://theirksomeinstitute.wordpress.com/

“Who Cares?” hinterfragt “sich kümmern” als Frauen*rolle innerhalb der Geschichte des Kapitalismus. Wir begegnen Frauen*bildern wie der Hexe*, der Hure*, der Mutter* und der Hysterikerin*. Wir erfinden Experimente, die zu anderen Umgängen mit Für_Sorge inspirieren. Wir brechen mit Karriere und Identitätsdruck, streiken mit Trauer, diskutieren Konzepte von Freundschaft, Liebe und Mitgefühl – auf der Suche nach Visionen antikapitalistisch feministischer Zukunft.

** Danach musikalisches von
Singer/songwriterin DOREEN (Berlin)
und
MARIA (elcassette, Sally Rides/ München)

Wir freuen uns auf euch!
**Eintritt- wie immer- auf Spendenbasis**

schaut auch hier hin
https://www.facebook.com/QUEERTHING-1553506468195460/

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Respekt-Kampagne im Glockenbachviertel

Gemeinsam leben, lieben, lachen – und einander mit Respekt begegnen. Das Glockenbachviertel, traditionell Hochburg der Münchner LSBTTIQ*-Community, wandelt sich: Immer mehr Menschen entdecken das Viertel für sich. Diese Vielfalt will gelebt werden! Die Respekt-Kampagne will Vorurteilen vorbeugen, die Vielfalt im Viertel zeigen und gegenseitige Akzeptanz fordern. Dafür sorgen Plakate der Stadt München in den Gaststätten und auf Großflächen sowie tolle Aktionen der Community im Zeitraum Mai bis zur CSD Pride Week.

BODY TALK

Wir möchten euch schon einmal auf ein Wochenende im Juli hinweisen, an dem in München das Festival “Body Talk” stattfindet. Aus der Beschreibung:

EIN FESTIVAL ÜBER KÖRPER UND MÄRKTE, GESCHLECHT UND SICHTBARKEIT IM 21. JHR.

EINE KOOPERATION MIT MISSY MAGAZINE
Das deutsche Theater ist mehrheitlich, schlicht und ergreifend: männlich, weiß, hetero. Das betrifft die Stoffe, die Regisseure, das leitende Personal. Die Münchner Kammerspiele machen da keine Ausnahme. Wo sind sie denn bloß, die Frauen, die Schwarzen, die Queers, die Freaks? Sie werden in den progressiveren Einrichtungen der Branche immer wieder als Instanz angerufen. Aber ändern sich dadurch schon die symbolischen, geschweige denn die politischen Machtverhältnisse? Emanzipatorische Theaterproduktionen, in denen Positionen sogenannter Minderheiten noch am ehesten vorkommen, finden oft unter prekären Bedingungen und in nur begrenzt wahrgenommen Off-Räumen statt. Es geht nicht nur darum, von der Norm abweichende Identitäten auf die Bühne zu stellen. Das allein würde sie nur dem branchenüblichen Logik der Verwertung zuführen. Sondern darum, die Bedingungen der Sichtbarmachung selber zu verändern.

Mit dem von Stefanie Lohaus und Christoph Gurk kuratierten Festival „Body Talk“ richten die Münchner Kammerspiele, auch an sich selbst, die Frage, warum das Theater in dieser Hinsicht so sehr hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Was könnte man unternehmen, um das zu ändern? Drei Tage lang – und nach Abschluss der Veranstaltung dann vielleicht immer öfter – wird die Bühne für die Perspektiven derjenigen geöffnet, für die in deutschen Stadttheatern zu wenig Raum bleibt. Auf dem Programm stehen Performances, szenische Interventionen, Konzerte von und mit: The Agency, Boiband, Marlene Monteiro Freitas, Henrike Iglesias, GIESCHEand, Tina Pfurr und Anna Zett, Anta Helena Recke und Julian Meding, Talking Straight, Jeremy Wade, Melanie Jame Wolf, WUSS u.v.m.

Das Festival „Body Talk“ möchte bei der – dringend notwendigen – Selbstkritik des heteronormativen Kulturbetriebs nicht stehenbleiben. Inmitten eines aufgeheizten Zeitgeistes richtet die Veranstaltungsreihe den Blick auf gesellschaftspolitische Debatten, in denen sich oft genug massive Rückschläge für feministische, genderpolitische und antirassische Bewegungen anzeigen. Es geht um das Erstarken islamophober Tendenzen und die Ereignisse auf der Kölner Domplatte während der vergangenen Silvesternacht, um Sexarbeit im Zeichen von Flucht und Migration, um Pick-up-Artists und sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum und im Internet, um den Optimierungsdruck, der sich im Zeitalter des Neoliberalismus nicht nur auf weibliche Körper richtet. Wir hören Vorträge und Diskussionen von und mit: Paula Villa, Barbara Duden, Stefanie Lohaus, Margarita Tsomou u.v.m. „Body Talk“ ist längst noch nicht alles. Aber hoffentlich ein Anfang.
FESTIVALPASS (für 3 Tage): 45 / erm. 30 Euro TAGESTICKET: 20 / erm. 15 Euro

ZUM TICKETVERKAUF DER VERLINKUNG FOLGEN:
Festival-Pass, Donnerstag 14. – Samstag 16. Juli

Tagesticket – Donnerstag , 14. Juli
Tagesticket – Freitag , 15. Juli
Tagesticket – Samstag, 16. Juli
KINDERBETREUUNG
Samstag 14 – 20 Uhr
Für Kinder von 3 – 10 Jahren, Treffpunkt Bühnenpforte, Falckenbergstr. 2
Anmeldung nicht erforderlich, Infos unter 089 / 233 368 17

BA*R
Donnerstag – Samstag ab 20 Uhr
Programm und Info über den Newsletter: bar@kammerspiele.de

1000 Kreuze Marsch in München

“Wir müssen auch in diesem Jahr wieder mit Störaktionen durch Linksextremisten rechnen.” schreibt EuroProLife 2016 genau wie letztes Jahr in ihrem Aufruf (zu finden auf der Seite von EuroProLife) zum diesjährigen 1000-Kreuze-Marsch. Und natürlich liegen sie damit erneut ganz richtig.

Denn der alljährlich in verschiedenen Städten stattfindende 1000-Kreuze-Marsch ist jedes Jahr antifeministisch, heterosexistisch, cissexistisch und versammelt christliche Fundamentalist_innen, Abtreibungsgegner_innen, AfDler_innen, Nazis und andere reaktionäre Gestalten unter einem Banner bzw. Kreuz.

Mit den 1000-Kreuze-Märschen findet ein Marsch gegen das Recht auf Abtreibung, Selbstbestimmung von Schwangeren, gegen jede feministische Errungenschaft und für “europäische Kultur” – was immer das sein mag – statt. Hinter dem Recht auf Abtreibung wird eine feministische Verschwörung des Staates vermutet, womit auch hier ein Schulterschluss zu rechten Maskulinisten, der AfD und Rechtsradikalen geübt wird. Sie beschwören den bald eintretenden Volkstod, den Abtreibungen verursachen und vertreten so ganz offen völkische Ideologie.

Alles Gründe, um am 7. Mai gegen den 1000-Kreuze-Marsch auf die Straße zu gehen (falls euch die genannten noch nicht reichen, lest einfach die Aufrufe aus dem letzten Jahr durch, denn die Gründe sind jedes Jahr die gleichen – das war einmal “Break the silence, break the chains” und das zweite Mal “Für die Freiheit, für das Leben – Selbstbestimmung muss es geben”). Auch dieses Jahr treffen sich die Kreuzträger_innen um 14:30 Uhr am Dom und werden von dort aus mit weißen Kreuzen durch die Stadt laufen und für die Ungeborenen, die Polizei, die europäische Kultur u.ä. beten.

Wir möchten ihre Erwartungen gerne erfüllen und zahlreich, laut und entschlossen gegen diese antifeministische Veranstaltung und ihre Teilnehmer_innen protestieren!

Wir sehen uns auf der Straße. Ab 14:30 Uhr am Dom!